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Review: Samurai Warriors 3 (Wii)

von Sebastian B. @ 28.06.10

Samurai Warriors 3 entführt den Spieler in das alte Japan. Das Land wird von vielen Kriegen heimgesucht. Das Ziel der Fürsten war es, das Land unter eigener Herrschaft zu vereinen. Historisch und mit etwas Fantasie wird die Geschichte von 35 verschiedenen Samurais erzählt, die unter den Feldherren streiten. Alle Krieger sind mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Samurai Warriors 3 kommt es aus dem Hause Tecmo Koei und wurde von Nintendo veröffentlicht. In unserem Review zum Action-Spiel erfahrt ihr ob dieser Wii-exclusive Titel sich lohnt.

 

Die Geschichte wird aus den verschiedensten Sichtweisen der 35 Samurai erzählt. Bei einigen Kriegern kreuzen sich bereits direkt am Anfang ihre Wege, andere können sich im Verlauf der Geschichte treffen oder die verschiedenen Parteien treffen gen Ende auf einander, ob verbündet oder verfeindet sei dahingestellt. Die Krieger Shingen Takeda, Kenshin Uesugi und Ujiyasu Hôjô zum Beispiel treten sich direkt mit ihren Truppen gegenüber, jeder hat sein eigenes Ziel, sei es aus eigener Motivation oder um das Land dem rechtmäßigen Fürsten zu übergeben. Diese drei Parteien findet man in der Kanto-Region.

 

Es ist egal für welchen Samurai man sich entscheidet, die Schlachten bereiten durchaus Vergnügen, denn bevor eine Schlacht beginnt, wird einem die Taktik näher gebracht, die ausgearbeitet wurde. Die Taktiken hängen natürlich vom Charakter ab, den man ausgewählt hat, Kenshin Uesugi zum Beispiel ist ein Krieger, sogar als Kriegsgott angesehen, der als Meisterstratege bekannt ist. Jedoch geht es ihm mehr darum, sinnloses Töten zu vermeiden. Auf dem Taktik-Bildschirm werden Startposition angezeigt, die Zielpersonen die getötet werden sollen, die Gebäude die unter eigene Kontrolle gebracht werden sollen, um Vorteile zu sichern und wer verteidigt werden muss. Einige Ziele sollten zwar erledigt werden, aber schreien nicht danach, sie umgehend zu lösen, denn es gibt Aufgaben, die nur eine zeitliche Begrenzung haben. Entweder muss eine feindliche Person getötet werden bevor diese einen bestimmten Punkt auf der Karte erreicht, die Zeit abgelaufen ist oder eine bestimmte verbündete Person gefallen ist. Jede getötete Einheit, erfolgreich abgeschlossene Aufgabe und das Einsammeln bestimmter Gegenstände, die von hochrangigen Gegnern fallen gelassen werden, geben Erfahrungspunkte. Bei Erreichen eines neuen Levels werden die Attribute wie Angriff, Verteidigung und Reiten automatisch erhöht. Sollte eine Aufgabe missglückt sein, ist dies zwar am Ende tragisch für den Punktestand, aber die Schlacht ist nicht komplett verloren. Man macht einfach weiter, um die nächsten Aufgaben erfolgreich zu meistern. Die Schlacht ist erst verloren, wenn der Charakter oder der Feldherr gefallen ist.

 

Der Weg des Samurai

Im Story-Modus findet man sich auf einem Schlachtfeld wieder, dessen Kulisse das alte Japan ist. Nachdem man durch ein kleines Video in die Mission eingeführt wurde, die Taktik und Vorbereitungen getroffen wurden, beginnt die Schlacht. Oben rechts wird das komplette Feld dargestellt. Auf diesem ist verzeichnet, wo was und wer steht. Alles rundherum befindet sich mitten in der Schlacht, Gegner können willkürlich von vorne, hinten und von den Seiten kommen. Auf der Karte werden auch die Ziele der Taktik markiert, wo gerade die Schlacht am schwersten ist und wo die Hilfe am dringendsten nötig ist. Während man sich seinen Weg durch ein Gegnerfeld frei kämpft, kämpfen Verbündete an einer anderen Stelle gegen die feindlichen Krieger. Die Übersicht verliert sich manchmal im Getümmel, mir persönlich gefiel es jedoch, denn die Darstellung der Schlachten trägt ungemein zur Atmosphäre bei und gibt dem Spieler das Gefühl, mitten drin statt nur dabei zu sein. Während der Schlacht finden Gespräche zwischen Verbündete und Feinden statt und auch der eigene Charakter ist nicht taubstumm. Wie gesprächig euer Samurai ist, hängt allerdings von der Charakterwahl ab. Uesugi, den ich wählte, ist eher ruhig und er spricht selten Mehrzeiler. Ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten und Waffen, die jeden Charakter individuell auftreten lassen, stürmen die Samurai auf die Gegner zu. Kenshin Uesugi führt in der Regel sein Schwanenschwert, eine Klinge mit großen und markanten Zähnen. Wenn man einen anderen Charakter besiegt, den man alternativ hätte auswählen können (in diesem Fall zum Beispiel Ujiyasu Hôjô) erhält man dessen Waffen, die bei der nächsten Schlacht verwendet werden können. Genauso verhält es sich mit der Rüstung des besiegten Kriegers. Nach jeder Schlacht ist es möglich, seine Waffen und Rüstungen beim Schmied zu verbessern. Verwendet dazu werden Edelsteine, die oft von Gegnern fallengelassen werden. Diese Upgrades sind jedoch alle vorgeschrieben. Das heißt, wenn man sein Schwert aufrüstet, kann man es ggf. nur um Elektrizitätschaden erweitern, nicht aber um Giftschaden. Das Erreichen weiterer Level schaltet längere Angriffsserien frei. Diese sind leicht zu beherrschen und wenn man es genau nimmt, endet es jedoch etwas im Buttonsmashing.

 

My Samurai

Vor jedem Spielbeginn kann man einstellen, ob man alleine oder mit einem weiteren Spieler spielt. Samurai Warriors 3 ermöglicht es über einen Koop-Modus auf einem Splittscreen-Bildschirm Schlachten zu zweit zu schlagen. Der Multiplayer ist in jedem Modus zu finden. Im Story-Modus bestimmt der erste Spieler weiterhin die Story, jedoch kann der zweite Spieler einen anderen Samurai auswählen, auch wenn dieser (noch) gar nichts mit der Story zu tun hat. Dem zweiten Spieler ist es auch möglich, einen selbsterstellten Kämpfer zu verwenden. Dieser kann vorher im Dojo erschaffen werden. Dort legt man Angriffstyp, also ob er Schwert- oder Stabkämpfer ist, fest, welche Rüstungen er trägt, wie sein Körperbau ist und welche Hautfarbe er hat. Auch für die Stimme gibt es Auswahlmöglichkeiten und dem Charakter entsprechend, kann die Rüstung farblich angepasst werden.
Samurai Warriors 3 unterstützt insgesamt vier Steuerungsmodi. Es ist möglich, mit WiiMote und Nunchuk , mit dem Classic Controller, Classic Controller Pro und mit dem Nintendo GameCube Controller zu spielen. Unter Dojo > Einstellungen kann man die Steuerung jedes Controllers anpassen, auch die des zweiten Spielers. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, die Kamerasteuerung im Spiel einzustellen. Hier wurde die Auswahl auf „umgekehrt“ und „normal“ festgelegt, wobei „umgekehrt“ bedeutet, wenn der rechte 3D-Stick nach unten gedrückt wird richtet man den Blickwinkel nach oben, wenn der 3D-Stick nach rechts gedrückt wird richtet man den Blickwinkel nach links. Bei der Einstellung „normal“ wird alles 1:1 umgesetzt. In Samurai Warriors 3 kommt die Wi-Fi-Funktion in großem Umfang zum Einsatz. Sollte man mit jemand anderem spielen wollen, aber gerade keine Person in der Nähe ist, die eventuell Lust hat mit zu spielen, kann man sich mit der Wi-Fi Connection verbinden und man spielt dann übers Internet mit einem anderen Samurai Warrior. Der Bildschirm wird jedoch nicht gesplittet.

 

"Die rästelhafte Burg Murasame" / "The mysterious Murasame Castle"

1986 erschien auf dem Family Disk System von Nintendo das Spiel „Die rätselhafte Burg Murasame“, welches nie außerhalb Japans erschien. In Kooperation mit Nintendo wurde ein weiterer Modus namens „Burg Murasame“ in Samurai Warriors 3 hinzugefügt. Dieser basiert auf dem eben genannten Spiel. Eurer Charakter, entweder einer der Samurai oder der selbsterstellte Charakter, machen sich auf dem Weg, um einem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Es gehen Gerüchte von Dämonen herum, die die Bewohner um die Burg Murasame terrorisieren. Die Bauern bitten den Krieger, ihnen zu helfen. In diesem Modus kämpft man sich so von Level zu Level, die zunehmend schwerer werden. Burg Murasame kann man ebenfalls zu zweit spielen.

 

Umgebung – Das alte Japan

Dass die WII keine Grafikpower besitzt braucht man ja eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen. Und auch Samurai Warriors 3 macht sich nicht gerade die Mühe gut auszusehen. Schlecht ist die Grafik nicht, sie erfüllt einfach ihren Zweck. Der Schwerpunkt des Spiels liegt eher in der Story und dem Umfang. Die Hauptcharaktere selbst sehen mit Abstand am besten aus, so viel sei gesagt. Die Schlachtfelder sind groß, bieten also für eine große Schlacht richtig schön viel Platz. Dieser wird natürlich kleiner, wenn man sich in einer Burg befindet, um diese von Gegnern zu befreien und sie einzunehmen. Dort lauern übrigens heimtückische und hinterhältige Ninjas, die ihren Fürsten schützen. Vor, während und nach der Schlacht finden Unterhaltungen zwischen den Führenden und wichtigen Charakteren statt, auch der eigene Charakter ist wie gesagt nicht auf den Mund gefallen. Zwei Vertonungen stehen zur Verfügung, einmal auf Englisch und dann auch auf Japanisch um die Atmosphäre noch mal abzurunden. Wenn man beides nicht wirklich versteht, stehen auch noch Untertitel zur Verfügung. Der Bildschirmtext ist komplett auf Deutsch. Ob man wirklich die Zeit dazu findet, den Gesprächen mitten in der Schlacht zu folgen, sei es man hört den Gesprächen zu oder liest mit, sei jedem selbst überlassen. Ich habe sowas eigentlich gerne und obwohl ich es nicht wirklich verfolge, habe ich die Untertitel immer an. ich finde einfach, das gehört dazu, auch wenn man nicht immer die Zeit findet, dem zu folgen. Die Soundeffekte sind gut und gehen auch nicht in der Schlacht unter. Von der Musik her ist das Spiel sehr flott gehalten, aber natürlich ist das immer Geschmackssache.

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Review-Zusammenfassung

ingame.de - Fazit:
Samurai Warriors 3 ist ein klasse Action-Spiel. Es macht super viel Spaß und die Rollenspielelemente werden jeden fesseln. Die Schlachten bereiten Vergnügen und der Umfang des Spiels sorgt für ausreichend Spielzeit. Sollte man Gefallen an Actionspielen, Rollenspielen gefunden haben und eine Wii besitzen, sollte man sich Samurai Warriors 3 nicht entgehen lassen.
83
Bewertungs-Details:
Gameplay
 
 
 
85

Grafik
 
 
 
81

Sound
 
 
 
83

Multiplayer
 
 
 
85

Langzeitmotivation
 
 
 
83

   tolle Schlachten
   super Gameplay
   vier Steuerungsmodi
   großer Spielumfang
   Onlinefunktion
   klasse Soundeffekte
   dürftige Grafik

Kommentare

24.02.2012 - 00:18
1: Miina (Gastuser)
Gast
kopperschlaegerdotnet sagt:Oh ja, bonseders die Ermittlung verschwendeter Pixel zwecks steuerlicher Erfassung klingt nach einer sinnvollen Aufgabe werden doch in Kurze Tausende GEZ-Fahnder frei.
25.02.2012 - 15:34
2: vbmolqtqdsw (Gastuser)
Gast
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03.02.2013 - 17:35
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04.02.2013 - 19:17
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