
Funktioniert die erfolgreiche GTA Formel auch im wilden Westen? Rockstar San Diego und Rockstar North haben sich für Red Dead Redemption zusammengeschlossen. Wir haben genau unter die Lupe genommen, was dabei herausgekommen ist.
Red Dead Redemption spielt im Westen Amerikas zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte rankt sich um den Outlaw John Marston, der
jahrelang Mitglied einer berüchtigten Verbrecherbande war. John versucht sich mit seiner frisch gegründeten Familie ein friedliches Leben aufzubauen. Nicht nur John versucht sich zu ändern, sondern auch die Welt in der er lebt. Die Regierung hat es sich zum Ziel erklärt, ihre Gesetze im gesamten Land durchzusetzen. Es kommt wie es kommen muss, John‘s Bandenvergangenheit holt ihn schnell ein.
Drei Jahre nach der Trennung von seiner Bande stehen Bundesagenten vor seiner Tür. Sie entführen seine Familie und drohen sie zu töten, wenn John nicht dabei hilft, seine ehemaligen Weggefährten aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. John muss wieder in den Sattel und zu den Waffen greifen. Die gesamte Story besitzt Tiefgang und ist zudem perfekt inszeniert. Zu der packenden Story gehören wunderbar ausgearbeitete und authentische Charaktere, bei den sich Rockstar mal wieder selbst übertroffen hat. Diese sind nicht einfach flach und einseitig sondern bieten, jeder für sich, eine enorme Vielschichtigkeit.
Sei es der völlig durchgedrehte Schatzsucher, oder eine Frau, die ohne männliche Hilfe eine riesige Farm leitet, bis hin zu dem teils freundlichen, teils erbarmungslosen, aber doch immer bestimmenden Hauptcharakter John selbst.
Neben der Jagd nach seinen ehemaligen Kumpanen, bei der Züge überfallen, mit Gesetzeshütern ganze Rebellenbanden ausgeschaltet oder auch einfach mal Pferde aus einer brennenden Scheune gerettet werden, gibt es eine Menge Nebenmission zu erleben.
Rockstar setzt sich sehr liebevoll, ironisch und teilweise sarkastisch mit einem Teil der glorreichen amerikanischen Geschichte auseinander, und zeichnet ein raues und ungeschminktes Bild des Wilden Westen, wie man es aus Filmen wie Erbarmungslos kennt. Es ist eine grandiose, aber immer am Boden bleibende Open-World-Story, die in zirka zwanzig Stunden immer wieder überrascht.
Was Rockstar grafisch auf die Beine gestellt hat, lässt vieles im Bereich der Open-Wold-Spiele alt aussehen. Rockstar setzt hierbei auf eine überarbeitete Version der Grand-Theft-Auto-Engine: Rage. Diese braucht sich hinter Konkurrenten wie Uncharted 2 oder Alan Wake nicht mal im Ansatz zu verstecken. Der Wilde Westen, wie er hier durch die Rage Engine auf den Bildschirm gezaubert wird, sieht einfach nur atemberaubend aus. Die großen Landschaften sind abwechslungsreich und fast schon perfekt simuliert. Die Tageszeitwechsel und die verschiedenen Wettereffekte fügen sich in dieses Bild heben den Realismus ein weiteres Stück an.















Yigg 
Präsentation auf Spitzenniveau
zum Teil hakelige Steuerung 





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